Stripes - An all time favorite

Stripes - An all time favorite

Eine Freundin von mir stellte mich einst in einer Runde vor – das ist Schlotti, ein Blusenmädchen. Ich gebe zu, diese Szene spielte sich in Modekreisen ab. Unter ganz "normalen" Leuten, hätte mich diese Aussage wohl mit Anlauf in die staubig angehauchte betriebswirtschaftliche Kaste katapultiert. Aber ich bin nunmal gerne ein Blusenmädchen, benutze jedoch eher das Wort Hemd, weil mir das tiefe U in Bluse tonisch sehr plump vorkommt. 

Ich habe schon sehr früh die Erfahrung gemacht, dass der der ordentliche Hemden trägt gleich ein paar Stufenauf der gesellschaftlichen Leiter nach oben klettert ohne auch nur einmal den Mund aufgemacht zu haben. Mit einem guten Hemd kann man außerdem einige Modesaisons überleben. Durch das Tragen eines stinknormalen, vielleicht eine Spur zu großen Hemdes, erspart man sich einfach den Druck des immer mehr Kaufens, Stylens & Haben-Wollen-Weil-Hab-Ich-Irgendwo-Gesehens. Man sieht nämlich immer irgendwie cool aus und der Rest der verwegenen Fashion-Teile gliedert sich fast automatisch in den Look. Ergo, es bleibt mehr Kohle für die wirklich wichtigen Dinge im Leben: Taschen & Schuhe, grins.

Wie wir in diesem Jahr ja wirklich ausführlich gesehen haben, muss man das Hemd auch nicht immer so anziehen, wie es eigentlich sollte. Nein um Himmels willen. Wir hätten da im Angebot: Das Hemd in Schulterfrei, das Hemd als Rock mit geknoteten Ärmeln als Gurt oder das Hemd verkehrt herum mit einer aufregenden Knöpfung am Rücken. Ohlala.

Ich halte es jedoch recht fachmännisch und trage das Hemd höchstens in Weiß oder mit blau-weißen Streifen. Wieso das so ist und wieso mein halber Kleiderschrank voll davon hängt, kann ich so nicht sagen. Ich würde es als eine Passion beschreiben und kann meiner Freundin nur zustimmen: Ja, ich bin ein Blusenmädchen.

Shirt & Shoes findet ihr bei uns im Shop

Neben all‘ der Vorteile guter Hemden gibt es allerdings auch etwas zu meckern: Bügeln!

Fast jeden Sonntag, wenn andere Haushalte vielleicht essen gehen, Freunde treffen oder Monopoly spielen, steht das Blusenmädchen mit einem Glas Wein vor der Glotze und bügelt den Stapel einer Woche. Mittlerweile ist das Meckern darüber, genau wie das Bügeln an sich, zu einer Routine geworden, die fast einer stoischen Meditationsübung gleicht. Bei mir ist das 5-Punkt-Bügeln bereits so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich nicht mal mehr hinsehen muss. Gut ne?

Das war nur ein kurzer Auszug aus meinen Kleiderschrank-Anekdoten. ;-) 



Diptyque eröffnet den ersten Store in Deutschland & wir haben vorab mit der Direktorin Fabienne Mauny gesprochen

Diptyque eröffnet den ersten Store in Deutschland & wir haben vorab mit der Direktorin Fabienne Mauny gesprochen

Pirjo Marx - Taschendesignerin „Ich möchte mit meinen Händen arbeiten“

Pirjo Marx - Taschendesignerin „Ich möchte mit meinen Händen arbeiten“