Schiaparelli und Prada: Impossible Conversation

Schiaparelli und Prada: Impossible Conversation

Links: Elsa Schiaparelli 1932, Rechts: Miuccina Prada 1999

Unterschiedlicher könnten diese beide Stilikonen kaum sein und auch tatsächlich ist dieses Gespräch so nie möglich gewesen. Elsa Schiaparelli, einer der ersten Modeschöpferinnen, die es gewagt hat Grenzen zu sprengen und ihrer Mode mehr als nur den tragbaren Part aufzuerlegen, starb im Jahr 1973. In den 20er Jahren zählte Schiaparelli zu den Surrealisten, Salvadore Dali einer ihrer engsten Freunde. Sie führte ein Leben an künstlerischen Grenzen und abseits der Normalität. Vielleicht auch deshalb entstanden ihre weltberühmten Entwürfe, wie etwa der Schuh-Hut oder das Tränenkleid. Teile, die in den unterschiedlichsten Abwandelungen Jahrzehnte später wieder aufgelegt wurden.

Miuccina Pradas Biografie hingegen liest sich beinahe banal dagegen, obgleich auch sie ein Koryphäe auf ihrem Gebiet, studierte Miuccina Politikwissenschaften und übernahm erste im Jahr 1978 das Familienhaus Prada. Ihr Design zählt im Vergleich zu Schiaparelli eher in den Bereich des Postmodernismus.

"Ugly Chic": links Schiaparelli, rechts: Prada

In der temporären Ausstellung „Impossible Conversation“ im Metropolitan Museum of Modern Art stellen sich die beiden italienischen Designerinnen aus verschiedenen Epochen ihrem Sinn von Mode Schönheit und Schnittführung. Die Unterhaltung kann im Videoformat mitverfolgt werden und zeitglich an ihren ausgestellten Stücken verglichen werden. Die Ausstellung fasst ca. 100 Kleidungsstücke und 40 Accessoires der beiden Designerinnen. Ihre unterschiedliche Herkunft tut aber ihren ähnlichen modischen Annahmen keinen Abbruch: in 7 gegenüberstellenden Micro-Ausstellungen werden die Stilrichtungen bearbeitet für die beide im Modezirkus bekannt sind: „Waistup/Waistdown“, der „Ugly Chic“, der „Hard Chic“, „Naif Chic“, „Classical Body“, „Exotic Body“ und der „Surreal Body“.

"Naif Chic" links Schiaparelli, rechts Prada

Den Ausstellungskatalog findet ihr bei Amazon.

(Photos: MET, Condé Nast)

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