PFW: Best of round two

PFW: Best of round two

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 Christian Dior

Was er nicht alles umreißen kann – Raf Simons. Seit er die kreative Leitung des Hauses inne hat, fühlt man wie ein Ballast verschwindet und neue Frische das Label bereichert. Er spielt mit Neuinterpretationen und Farben, lässt aber niemals die Wurzeln Diors außer Acht. Was im Sommer mit Blumen und lieblichen Details begann, endet im Winter mit einer sehr viel vereinfachten Kollektion. Simons beschränkt sich auf starke Farbkontraste und setzt dabei seine Feinfühligkeit in der Materialauswahl ein – man sieht strukturierte Seide und steife Texturen in Kleidern und Röcken. Die Kollektion aber ist scharf, beinahe industriell geprägt für die sonst so damenhaften Entwürfe früherer Zeiten. Besonders die Neuinterpretation von Falten und deren Details, die asymmetrisch die Silhouette rahmen, sind passender gerade nicht zu sehen.

Céline

Phoebe Philo ist das Pardons zu Raf Simons, alles was aus ihrem kreativen Köpfchen schießt, wird geradezu mit Ah‘s und Oh‘s honoriert. Jetzt macht die Gute einen Zeitsprung in die 30er um genau zu sein in den Surrealismus, bestachelt Mäntel, hier ein gelber Knopf, da ein Weißer und ein Stumpfhosen-Woll-Look wird zur neuen Bequemlichkeit erkoren. Kann man machen, muss man aber nicht. Wir erfreuen uns eher an den schlichten Stücken aus der Philo-Feder und verlieben uns gerade in Vichy-Karo mit den typischen Riesenmänteln der nächsten Saison.

Acne Studios

Wir sind tatsächlich mal gespannt ob die neuen It-Hüte aus der gerade gezeigten Acne-Studio Kollektion das Licht der Straße erblicken werden? Auf dem Laufsteg ein Knaller, keine Frage, aber vielleicht dürfen wir demnächst auf eine abgespeckter Variante der großen Filialisten hoffen. Das Styling der Schweden ist perfekt, wohl haben wir an andere Stelle bereits die Decken-Tuch Kombination um die Schultern schon gesehen, aber in Sachen Farben und Muster kann man diese Kollektion nur lieben. Der Hauch 70er kommt in High-Waist-Hosen und typischen Farben, soll aber eher an die Natürlichkeit der Westküste erinnern? Okay, wie dem auch sei. Die überdimensionalen Sweater und Ton-in-Ton-Looks eignen sich eher für unsere Breitengrade und come on Acne, wie kannst du uns verdammt noch mal in jeder Saison so um den Finger wickeln?

Stella McCartney

Stella etabliert lang vergessenes Dunkelgrün zurück und mischt es easy mit navy und grau. Soviel erst mal zu den Lieblingsfarben, der Clou sind aber die Zipper-Lines oder Kordel-Ornamente an Blusen, Jacken und Sweatern. Ob in Gold und Blau als stilechte Edelvariante oder sportlich in Grau und Rot, Stella McCartney weiß wohl bestens wie man elegante Garderobe mit Sportlichkeit vermischt – die Parks sind das Geheimnis. Lange und abgesteppte Jackets dürfen im Winter wieder rausgekramt werden, dazu am besten Herrenschuhe – weil’s ja eben schneller geht ;-)

 //Schlotti

//Bilder: Style.com

25hours im Urban Jungle

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Showroom Visit: Avelon

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