Newcomer MBFWB: USE unused aus Ungarn + Interview

Newcomer MBFWB: USE unused aus Ungarn + Interview

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Die Berliner Modewoche ist manchmal eine kleine Wundertüte. Während hier und da immer wieder Stimmen laut werden, es seien nicht genug „Große“ Labels dabei, ist es doch immer wieder spannend wie sich „Kleine“ entwickeln und neue interessante Designer dazukommen. Einen genauen Abriss meiner liebsten Underdogs  bekommt ihr dieser Tage noch, aber bei einer Marke musste ich mal genauer nachhaken: USE unused aus Ungarn. Die Einladung flatterte in der letzten Woche ins Haus und schon die ersten Images sahen unglaublich vielversprechend aus – clean, modern, feminin. Ich habe die drei Designer von USE unused im Vorfeld mal zu einem kleinen Online-Interview gebeten:

MC: Hallo, ihr Drei. Könnt ihr mir vielleicht ein bisschen was über euer Label erzählen?

UU:  Wir sind drei Designer, Eszter Füzes, Attila Godena-Juhász und András Tóth. Wir haben uns vor 5 Jahren an der Uni kennengerlernt und mit unserer Gradudate Collection ist USE unused entstanden. Gleich mit der ersten Kollektion haben wir ein unglaubliches Feedback von Presse und Einkäufern bekommen, so dass wir einfach zusammen geblieben sind und in 2006 offiziell USE unused als Label gegründet haben. In den letzten Jahren ging das alles natürlich Step by Step, bis wir in 2013 einen Investor isn Boot geholt haben und nun auch international aufgestellt sind. Mittelerweile sind wir ein Team aus 19 Leuten.

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MC: Wenn man so wie ich USE unused nicht kennt, könnte einem der Name bereits Raum für Spekulationen auf euer Design geben. Ist da irgendein Bezug zwischen Name und Design?

UU: Unsere Brand zielt auf Kontraste ab, „USE“ bedeutet dabei, dass die Kleidung tragbar und bequem sein soll, „unused“ hingeben zielt auf ungewöhnliche Schnitte, Mustern und Techniken ab.

MC: USE unused ist einer der „Neuen“ auf der Mercedes-Benz Fashion Week. Mit welchen Erwartungen geht ihr morgen in eure Show und welche Gefühle schwingen da mit?

UU: Wir lieben Berlin für seine Vielfältigkeit und Kreativität. Für uns ist es eine sehr spannende Herausforderung hier zu sein. Klar, wir wollen auch auf den Deutschen Markt, weil es eben einer der größten in Europa ist und wir denken es ist einfach eine perfekte Möglichkeit uns der Presse und den Kunden bzw. den Einkäufern vorzustellen.

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MC: Ich habe mir bereits einige Bilder eurer letzten Kollektionen angeschaut und war schwer begeistert. Man erkennt eine sehr klare Formsprache und einen eindeutigen Look. Mit welchen Inspirationen seid ihr in die kommende Saison gegangen?

UU: Der Style von USE unused ist sehr feminin, aber trotzdem cool, die Stücke sind sehr tragbar und bequem, trotzdem versuchen wir in jedes Teil etwas ganz Besonderes zu integrieren.  Für den Winter 2015/16 haben wir uns den Wäldern und von abgelegenen Landschaften inspirieren lassen. Auf Ungarisch heißt das: "Gemenci erdő".  Es wird eine Mischung aus sehr gedeckten Farben des Waldes, den Strukturen von natürlichen Oberflächen und Tieren und auch die Lieblichkeit des Waldes gerade in der Herbstsonne.

MC: Ihr seid ja ein Team aus Dreien. Wer übernimmt da welche Aufgaben?

UU: Wir sind alle Drei Teil des Design-Prozesses, sprich wir sind alle zu gleichen Teilen an der Kollektion beteiligt, angefangen von der Stoffauswahl bis hin zu den Schnitten. Natürlich müssen wir auch manche Dinge splitten, Eszter z. B. kümmert sich um die Accessoires und die Taschen, Andras fokussiert sich bei seiner Arbeit sehr stark auf die visuelle Arbeiten und alle Grafiken, wie etwa Lookbooks und Muster und der dritte im Bunde, Attila überwacht die Produktion und den Schnitt.

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MC: Und nun noch schnell eine letzte Frage. Wie sieht die USE unused Frau aus. Habt ihr da irgendwelche Ikonen im Hinterkopf?

UU: Unsere USE unused Frau lebt in Großstädten, sie ist kosmopolitisch und hat vielfältige Interessen. Ihre Art ist selbstbewusst und selbstbestimmt. Klar haben wir auch Ikonen, die wir uns super in USE unused vorstellen könnten, das wäre z.B. Caroline Issa. Sie ist einfach wunderhübsch, strahlt vor Energie und ist trotzdem sehr weiblich. „She is a real woman and a fashion icon at the same time.“

MC: Vielen, vielen Dank und viel Erfolg bei eurer morgigen Show. 

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