Labelwatch: Uber den Wolken

Labelwatch: Uber den Wolken

Bereits vor über einem Jahr bin ich auf das Mode-Label “Uber den Wolken” gestoßen. Seit dem verfolge ich den Werdegang, der in Barcelona ansässigen Brand und bin mit jeder neuen Kollektion aufs Neue begeistert. Denn das, was Julia Breiter, die hinter diesen tollen Kleidungsstücken steckt, schafft, ist simple und besonders zu gleich: unkomplizierte und komfortable Mode, tragbar auf gleich mehreren Wegen, erschwinglich und das Beste: nachhaltig.

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Den erneuten Beweis tritt sie mit dem Release ihrer neuesten Kollektion an. Seit Montag sind auf Uber den Wolken ihre Spring Summer Teile für 2017 zu erstehen. Ein Pot­pour­ri aus Wickel-Tops, -Hosen, -Röcken und -Kleidern, hochwertig verarbeitet aus überwiegend ökologischen Leinen-, Baumwoll-, Denim- und Seidenstoffen. Hinzu kommen Schultertaschen aus Stoffen, die Julia über die letzten Monate gesammelt und zu besonderen Einzelstücken verarbeitet hat.

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Farblich können wir uns auf sommerliches Peach, Khaki, Blau und Weiß freuen, zwischendurch hebt ein knalliges All-Over-Rot die Laune. Zarte Akzente, wie Nadelstreifen, kleine Karos oder Blumenmuster ermöglichen die Kombination mit unifarbenen Teilen und das ist überhaupt der Clou von Julias Konzept: alle Kleidungsstücke sind einzeln, teilweise sogar rückwärts tragbar, individuell kombinierbar und ergeben in jeglicher Zusammenstellung ein sinnliches, stilvolles Bild. Sie selbst sagt, dass sie an ein weniger strenges und kompliziertes Modemodell glaubt und, dass Kleidung und wie wir sie tragen, nicht mehr sein sollte als eine Fortsetzung der Dinge, die wir lieben und der Art, wie wir unser Leben leben.

 

Diesen fast schon philosophischen Ansatz setzt Julia, die selbst nie Modedesign sondern Grafikdesign studiert hat, aber näht seit sie ein Teenager ist, konsequent durch. Mit ihrem Faible für Second-Hand-Kleidung eröffnete sie einen Vintage Laden in Barcelona unter dem Namen “Uber den Wolken”, upcycelte nebenher einige der Teile zu neuen Kleidungsstücken und begann mit der Produktion eigener Muster und Pieces. Als diese immer größeren Anklang fanden und die Anfragen stiegen, beschloss sie den Laden zu schließen und sich ihrem eigenen Projekt voll und ganz zu widmen. Heute hat sie ein Studio über den Dächern Barcelonas und Unterstützung einer lokalen Näherin, die ihr hilft, die vielen Anfragen zu bewältigen.

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Da Julia Breiter’s Produktion nach wie vor jedoch händisch geschieht, sind ihre Auflagen reduziert. Wer sich also auch in eines ihrer Teile verliebt hat, sollte schnell sein - Einige sind nämlich bereits ausverkauft.




Instagram Merkzettel: KW 16

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Trend: Utility Wear

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