Interview Sebastiano Ragusa / Stylist & Testimonal für Doc Martens

Interview Sebastiano Ragusa / Stylist & Testimonal für Doc Martens

Was wäre die Berliner Modeszene ohne Sebastiano Ragusa? Er ist einer der gefragtesten Stylisten und Fashion Director des Œ Magazins. Sebastiano hat seinen ganz eigenen Stil und ist mittlerweile selbst zu einer Mode-Ikone geworden. Allen Vorurteilen zum Trotz ist er auch noch einer der bodenständigsten und sympathischsten Menschen in diesem wilden Zirkus. Wie alle, die in der Mode arbeiten hat auch Sebastiano einen kleinen Spleen oder sagen wir eine Leidenschaft - die Doc Martens.

MC: Warum sieht man dich gerade auf sämtlichen Doc Martens Websites, Plakaten und Videos? Wie kam es dazu?

SR: Letztes Jahr war ich in Marokko – für mich war diese Reise eine ganz neue Erfahrung, weil ich zum ersten Mal in meinem Leben nur mit einem Rucksack, wirklich sehr wenig Kleidung und eben einem einzigen Paar Schuhe, meinen heißgeliebten Doc Martens, verreist bin. Während der Reise (von Marrakesch nach Fez, in die Sahara und dann über das Atlas-Gebirge zurück nach Marrakesch) habe ich meine treuen Begleiter fotografiert. Ich habe unzählige #Shoefies gemacht.

Meine Freundin Katharina Schnäcker, die für Doc Martens die PR macht, war so begeistert von meinem Shoe-Travel-Diary, dass sie es direkt an Doc Martens weitergeleitet hat. So kam diese Kooperation zustande.

MC: Wann hast du eigentlich dein erstes Paar Doc Martens gekauft?

Das ist gar nicht so lange her, vor ungefähr sieben Jahren habe ich ein Paar komplett schwarze DMs (Sohle, Naht und das Label – all black) auf einem Sale entdeckt und kurzer Hand gekauft. Es hat allerdings eine Weile gedauert bis wir uns wirklich angefreundet haben. Am Anfang mochte ich sie gar nicht so sehr. Ich hab sie angezogen, mich im Spiegel betrachtet und wieder ausgezogen. Irgendwann hat es dann Klick gemacht und wir sind richtig dicke Freunde geworden – Sommer und Winter immer an meiner Seite! Ich glaube es waren die ersten Schuhe, die ich im wahrsten Sinne des Wortes durchgerockt habe, zum Schluss hatten sie Löcher in der Sohle und der komplette hintere Schafft war zerrissen.

Wie Du siehst, kann man hier nicht von love-at-first-sight sprechen, aber dafür von einer tiefen und echten Verbundenheit. Natürlich ist es nicht bei diesem einem Paar geblieben, mittlerweile habe ich eine kleine Kollektion zusammen, die zu jeder Stimmung passt, von angesprüht-punkigen Modellen über Ponyfell, bis hin zu Stahlkappen, weißen Schnürern bis hin zur Sandale.

MC: Hat sich mit den Schuhen irgendetwas an deiner Einstellung zum Thema Mode geändert?

SR: Nein, meine Einstellung zur Mode hat sich nicht geändert und manifestiert sich nicht über einen Schuh. Was sich allerdings schon geändert hat ist folgendes: Ich habe in Doc Martens einen Schuh gefunden, den ich so vielseitig einsetzen kann, wie ich es zuvor noch mit keinem anderen Schuh erfahren habe. Der Doc Marten ist so ein starker Schuh und erzählt so viele Geschichten von Jugend, Punk und Rebellion und trotzdem wird er so sehr zu Deinem eigenen, dass er Raum für neue Abenteuer lässt.

MC: Wie kann sich ein Schuh als Roter Faden durch deine persönliche Styling-Geschichte ziehen?

SR: Der DM passt einfach immer: egal ob im Sommer mit Shorts oder in voller Montur. Damit meine ich, wenn mich mal wieder die Lust packt und ich meiner absoluten Stil Ikone Darth Vader nacheifere. Darth Vader ist für mich der Vater der Avantgarde. Es ist ein Lieblingsschuh, der immer passt.

MC: Ach ja, Für was stehst DU eigentlich?

SR: Als man mich vor dem Videodreh fragte, musste ich gar nicht lange überlegen: I stand for daring to be different. Darin manifestiert sich für mich die Essenz von Style:

Die Lust etwas Neues auszuprobieren, etwas zu wagen, in neue Rollen zu schlüpfen ohne sich dabei zu erst zu nehmen: Mode & Styling als Bodyextension.

 

MC: Als Gesicht der #Standforsomthing Kampagne bist nicht nur modisch ein Vorbild. Was würdest du jungen Leuten heute mit auf den Weg geben in Hinblick auf deinen eigenen Erfahrungen in der Modebranche?

SR: Vielleicht den einen Ratschlag: Die ersten Erfahrungen mit dem Thema Styling sammelt man oft mit und bei sich selbst, hier entsteht und gründet sich die Leidenschaft an Mode & Style. Um sich zu professionalisieren, muss man es schaffen den nötigen Abstand zu seinem persönlichem Gusto zu nehmen und sich auf die Anforderungen der gegeben Aufgabenstellung des Jobs einzulassen.

Und ganz allgemein: Man sollte oder könnte sich wieder mehr dem Mysterium der Schönheit hingeben und sie ganz unabhängig von eigenen Befindlichkeiten ergründen. An dieser Stelle möchte ich gerne Suzy Menkes zitieren: „It isn’t good because you like it; you like it because it’s good.“

MC: Letzte Frage: Und welchen Doc Marten brauchen wir gerade jetzt?

SR: Jetzt für den Sommer den Gryphon. Eine Sandale, die ich, kombiniert mit schwarzen Ledersocken, unheimlich cool finde.

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MC: Danke!

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