Interview Akke Aimaq-Designerin Akkesoir

Interview Akke Aimaq-Designerin Akkesoir

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Akke, was hat dich denn eigentlich als Holländerin nach Berlin verschlagen?

Ich wollte und sehnte mich nach etwas Neuem. In Amsterdam spürte ich den ‚Click’ nicht mehr und Berlin hat mich nach einigen Besuchen sehr angesprochen und bezaubert. Also bin ich nach Berlin gezogen.

Viele meiner Leser interessiert es immer brennend, wie und welchen Weg man als erfolgreiche Designerin geht. Was waren denn deine Eckdaten im Lebenslauf um bis hier her gekommen zu sein?

Es ist und bleibt ein Weg mit Ups and Downs; gerade nach der Uni lernt man doch am meisten. Das echte Leben ist eben die bessere Ausbildung. 

Nach der Akademie (für Bildende Künste und Design in Maastricht, NL) wollte ich auf jeden Fall selbstständig arbeiten und mich nicht bei einem Designer bewerben. Die Freiheit freelance Jobs zu machen und dabei meine eigene Kollektion zu gestalten, war mir von Anfang an sehr wichtig. Meine Leidenschaft war es damals schon eher Einzelstücke anzufertigen, vor allem in Sachen Schmuck.

In Amsterdam habe ich meine Accessoires in mehreren Läden verkauft, aber das musste ich in Berlin auch hinkriegen. Glücklicherweise bin ich relativ schnell mit wichtigen Leuten in Kontakt gekommen, die mir geholfen haben mein Label Akkesoir auf einem höheren Level zu präsentieren. Kurze Zeit später wurden meine Kollektionen in Deutschland, Paris und Mailand gezeigt und auch an anderen internationalen Spots verkauft.

Außerdem habe ich über die Jahre gelernt, dass man als Kreativer niemals aufgeben darf auch wenn man mal in finanziell schwierigen Situationen steckt. Ich versuche immer innovativ zu sein und positiv zu denken.

Akke zeigt uns die antiken Stücke die zu neuen Colliers verarbeitet werden

Dein Schmuck ist sehr opulent und extravagant. Wie gehst du eigentlich beim designen vor? Und vor allem, wo findest du diese tollen Einzelstücke, die du verarbeitest?

Ich vergleich die Art und Weise meines Arbeitens oft mit Malen, ich mache eine Komposition und setze dann alles zusammen. Dabei achte ich vor allem auf interessante Brüche und Kontraste, die farblich und materialtechnisch etwas Neues ergeben. Für ein Collier sammele ich interessante Steine, Strass-Elemente, antike Broschen und alles was mich inspiriert und mir über den Weg läuft. Die Sachen lege ich zusammen und forme so neue Stücke. Mittlerweile habe ich eine riesige Kollektion an tollen Materialien, die ich seit Jahren auf Märkten in ganz Europa, auf Bali, Indien & Mexiko gesammelt habe. Zu Reisen und andere Kulturen zu entdecken und ihre Ritualen kennenzulernen ist für mich die größten Inspirationen. Ich habe mich auf Bali und in Indien zum Beispiel mit dem Schmuck, der während der traditionellen Zeremonien getragen wird, beschäftigt. Meine Kollektion hatte dann das Thema „Travel treasures“. Verschiedene ethnische Materialien, die in spannenden, neuen Designs zusammen gekommen sind.

Ein finales Collier in Schwarz-Silber-Optik (Achtung Einzelstück ;-))

Deine Stücke werden mittlerweile auch von Rihanna und Sienna Miller getragen. Wie fühlt sich das an, mit solch‘ prominenter Kundschaft zu arbeiten?

Das ist absolut großartig und darüber freu ich mich natürlich sehr. Außerdem ist das die beste PR, die man haben kann! Meine Sachen sind auch gerade für die Bühne und den Red Carpet super geeignet.

In Sachen Schmuck gibt es genau solche Trends wie in der Mode. An was orientierst du dich mit deiner Schmuck- und Taschenlinie?

Ich bin meinem Stil ziemlich treu geblieben. Seit 2009 arbeite ich mit antiken Stücken. Das Thema ‚chunky necklaces’ ist seit einem Jahr ein feststehender Mode- und Trend-Begriff, der auch auf meine Stücke zutrifft. Natürlich orientiere ich mich auch an Shows und Strömungen, aber meine eigentliche Inspiration kommt eher von Künstlern und anderen Kulturen. Wenn ich designe verlasse ich mich zu 100% auf mein eigenes Gespür und mein Bauchgefühl.

Ich habe mal einen Ear-Cuff getestet und bin begeistert

 Du hast in diesem Jahr bereits einen Onlineshop gelauncht, welche Projekte stehen bei dir gerade in der Pipe?

Ich arbeite gerade an einer Custome Made Jewelry Serie für Kilian Kerner. Am 13.09.2013 wird seine erste Haute Couture Kollektion in London präsentiert und er hat mich für seine Accessoires-Linie ausgewählt. Was für mich eine tolle Herausforderung war.

Dann wird es bald eine weitere, tolle Collaboration geben über die ich noch nicht allzu viel verraten kann. Es bleibt also spannend.  

Bei mir gibt es ständig etwas Neues, beispielsweise geht in den nächsten Tagen eine neue Ring-Serie von Akkesoir online. Guckt mal vorbei!

Clutches von Akkesoir

Wie sieht es bei dir privat aus: Welchem modischen Trend bist du im Herbst ’13 absolut verfallen?

Die Haare ‚fluffy’ nach hinten, so lang wie möglich Sommerkleidung tragen und immer mehr Schwarz-Weiß! Ich liebe Kontraste und klassische Schnitte.

Merci, Katrin

Kleine Schatzkiste im Atelier von Akkesoir

Ein traumhaftes Collier in Grün und Gold

Akke & Schlotti

Und hier gehts zum Akkesoir Onlineshop

Bilder: Beda Mulzer/Akkesoir

 

 

 

 

 

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