International Woman’s Day mit La Fleur

International Woman’s Day mit La Fleur

Heute ist der Internationale Weltfrauentag. Ein Tag an dem Frauen keine Pralinen, Rosen oder Schmuck geschenkt bekommen sollten, sondern den Respekt und die Gleichberechtigung, die ihnen gebührt- ganz zu schweigen von den grundsätzlichen Menschenrechten an denen es auf dieser Welt vielerorts mangelt.

Geschichte zum Weltfrauentag

Der Weltfrauentag geht in Deutschland auf die Sozialistin Clara Zetkin zurück. Sie schlug aufder Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz (1910) in Kopenhagen einem Frauentag nach dem Vorbild der USA vor. Die Amerikanerinnen etablierten bereits einen „Nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht“. Die US-AmerikanerinMay Wood-Simons brachte die Idee nach Kopenhagen und Clara Zetkin und ihre Mitaktivistin Käte Duncker adaptierten die Idee für große Teile Europas. (Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und die Schweiz)  

Das beherrschende Thema in Europa war ebenso wie in den USA das freie, geheime, gleiche Frauenwahlrecht, welches aber in vielen Staaten der Welt noch Jahre brauchen sollte. Hier mal ein kurzer Info-Überblick

Einführung des Frauenwahlrechts:

  • 1906 Finnland
  • 1913 Norwegen
  • 1915 Dänemark
  • 1917 Niederlande
  • 1918 Russland
  • 1918 Polen
  • 1918 Österreich
  • 1918 Deutschland
  • 1920 USA
  • 1921 Schweden
  • 1931 Spanien
  • 1934 Türkei
  • 1936 Frankreich

 
La Fleur

La Fleur

In vielen Branchen unseres Lifestyle-Lebens sind Frauen aber dennoch unterbesetzt: die meisten Chefköche sind beispielsweise männlich, bei den Chefdesignern großer Häuser hält es sich die Waage, aber im Musikgenre, überraschenderweise in der Elektronischen Musik, scheinen die Fronten langsam zu brechen. Eine der wenigen Frauen in diesem Beruf ist La Fleur. Sie ist eine erfolgreiche Musikerin, Producerin, Mutter und Labelgründerin und wer weiß, was noch alles in der gebürtigen Schwedin steckt, die aktuell Berlin als ihren Wohnsitz auserkoren hat.

Anlässlich des International Woman’s Day wird sie heute Abend mit einigen anderen herausragenden weiblichen DJs den Smirnoff Sound Collective X International Women's Day feiern. Unter dem Titel Equalizing Music spielen die Damen Tracks mit Message um daran zu erinnern oder vielmehr dazu aufzurufen, beide Geschlechter mit dem nötigen Respekt zu behandeln und das Thema Gleichheit in allen Lebensbereichen zu etablieren -  egal ob in Deutschland oder dem Rest der Welt.

Und ihr seid natürlich herzlich eingeladen. Hier geht es zum Event.

#2xwomenheadliners #smirnoffsoundcollective


Gerade weil La Fleur scheinbar das perfekte Role Model für diesen Tag ist, habe ich mich unglaublich gefreut, der Musikerin und Mutter einige Fragen zu stellen:

MC:  Wie bist du zur Musik gekommen und  ganz besonders, in dieses immer noch sehr männerdominierte Genre der Elektronischen Musik?

LF: Danke für deine Fragen. Ich habe wie viele andere DJs, mit zwei Turntables, einem Mixer und jeder Menge guter Musik begonnen. Aber wie viele andere weibliche Djs  auch, hat es bei mir noch etwas gedauert. Wirklich angefangen aufzulegen, habe ich erst, als ich meine Masterarbeit in Pharmazie geschrieben habe.

MC: Du arbeitest mit so vielen internationalen Größen, alles Männer, wie fühlt sich das an?

LF: Es ist natürlich ein sehr männer-dominiertes Business da draußen, aber ich habe das Glück mit sehr tollen Frauen aus der Szene zu arbeiten. Cassy und Dana Ruh, beispielsweise, haben erst kürzlich meinen Track Flowerhead ge–remixed und der Titel wird auf meinem Label Power Plant erscheinen. Ein anderes Beispiel ist Camea, auch sie hat einen Remix für mich gemacht.

Mit Francesca Lombardo  habe ich an einem Track gearbeitet, der auf ihrem Label Echoe erscheinen wird. Auch sehr cool. Also du siehst, es gibt auch jede Menge Frauen in dem Business.

Ich bin natürlich sehr happy zu sehen, dass es auch andere Frauen in die Line Ups goßer Events schaffen. Mittlerweile kennt man sich und lädt sich auch gegenseitig ein, miteinander zu spielen.

MC: Gerade als Frau, DJane, Producerin und Mutter bist du für viele Frauen ein Vorbild. Wie gehst du damit um?

LF: Erst einmal muss ich sagen, dass ich das Wort DJane absolut nicht abkann. Das Wort an sich teilt schon in männliche und weibliche DJs und gerade in der Musik sollte es keine Geschlechter geben. Wir machen alle einen guten Job, egal ob Mann oder Frau. 

Ich bin aber schon stolz , wenn mich junge Frauen als Vorbild sehen, das heißt auch, dass ich einiges richtig gemacht habe. Meine Message lautet daher:  Es ist möglich Karriere und Familie zu vereinen. Und man ist auch eine gute Mutter, obwohl man auch eine Karriere hat.

MC: Was unterscheidet deine Musik von der deiner männlichen Kollegen? Ohne in die Gender-Schublade abzurutschen, aber gibt es da Unterscheide?

LF: Ich denke nicht, dass Musik geschlechterspezifisch gesehen werden sollte. Aber erfahrungsgemäß kann ich sagen, wenn ich einige meiner Kolleginnen höre, dass ihre Musik manchmal sehr soft und gefühlsbetont sein kann.

MC: Heute ist Weltfrauen-Tag. Welche Bedeutung hat dieser Tag für dich?

LF: Für mich heißt dieser Tag, Frauen auf der ganzen Welt Mut und Unterstützung zuzusprechen.  Es ist aber trotzdem auch ein Prozess, den man jeden Tag durchlaufen sollte und wenn wir diesen Tag heute feiern, heißt es auch, das Bewusstsein zu schärfen und kontinuierlich Hilfe zu leisten. Es ist immer noch eine Menge in Richtung Gleichberechtigung zu tun, egal ob hier oder in der Welt.  Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir diesen Tag einfach nicht mehr brauchen, weil wir dann einen gemeinsamen Human’s Day feiern werden. 

MC: Heute Abend spielst du mit anderen großartigen Frauen auf dem Smirnoff Sound Collective. Auf welchen Mix dürfen sich deine Fans heute freuen?

LF: Einige Besonderheiten habe ich schon inpetto. Wir sagen es mal so, es werden einige Tracks mit einer Message sein. Ich freue mich sehr auf heute Abend.

 MC: Ich habe gehört du bist auch Mutter. Wie kann man sich deinen Tages- bzw. Nachtablauf als Mutter und Musikerin vorstellen?

LF: Ja das stimmt. Ich bin Mutter einer zweijährigen Tochter. Meine Tage sind sehr verschieden, es bedarf also eines großen Organisationsaufwands.

Ich glaube aber nicht, dass mein Tagesablauf sich so sehr von jemandem unterscheidet, der einen ganz normalen nine-to-five-job hat. Das Einzige, was uns vielleicht unterscheidet ist, dass ich ein bisschen flexibler sein kann. Außerdem gibt es ja noch ihren Daddy, wir teilen uns 50/50 und das klappt für meinen Job super. Wenn ich beispielsweise unterwegs bin, kümmert sich ihr Vater und wenn ich dann wieder zurück bin, kann ich mir auch mal frei nehmen und habe so meine Zeit mit ihr.

Mittlerweile schläft sie nachts sehr gut, also kann ich einmal im Monat im Watergate auflegen ohne das sie überhaupt merkt, dass ich weg bin. J

MC: Mode und Musik gehören zwangsläufig zusammen. Welche Projekte hast du modisch schon umgesetzt?

LF: Mein Label Power Plant ist quasi der Nährboden für Projekte im Bereich Musik, Kunst und Mode. Dabei ist die Musik das Zentrum für alle angrenzenden Kreativprojekte, wie beispielsweise meine Capsule Collection Elements oder eine spezielle Kollektion für Merchandise Produkte, die von Hand in Berlin geprintet werden. Ich habe aber auch schon Musik für einige Modeschauen in Skandinavien gemacht, u.a. für Dagmar und Stylein.

 

MC: Wie unterscheidet sich eigentlich dein Look von Tag zu Nacht? Gibt es da Unterscheide?

LF: „Know first, who you are; and then adorn yourself accordingly.“ ~ Epictetus

Eigentlich ist mein Style recht simultan von Tag zu Nacht. Aber manche Nächte sind etwas dunkler.

MC: Noch eine letzte Frage: Was würdest du jungen Frauen empfehlen, die in deine Fußstapfen treten wollen?

LF: „Work it, earn it and be proud of yourself.” Bedeutet: Mach deine Hausaufgaben, lerne und arbeite hart und versuche so gut wie möglich zu sein. Und dann geh‘ raus, sei selbstbewusst und glaube an dich. Ich habe irgendwo mal gelesen: „Carry yourself with the confidence ofa mediocre white man”, darüber musste ich lachen. Es hat mich daran erinnert, dass man immer sein bestes gibt und es wird reichen.

MC: Vielen Dank, La Fleur

Trend: Laced Up

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