German design: Die Lieblingsmäntel im Herbst– eine schwierige Reise

German design: Die Lieblingsmäntel im Herbst– eine schwierige Reise

Okay, offiziell und ganz real ist jetzt draußen Herbst. Zwar bombardiert uns die Mode gefühlt seit Monaten schon wieder über mögliche Trends und Designer, aber erst jetzt will ich mich ernsthaft damit auseinandersetzten. Und beim Durchblättern diverser Magazine und Trendeditorials fällt auf: Wo sind eigentlich die deutschen Designer? Was haben die eigentlich für Mäntel in petto. Ich habe da mal ein wenig geforscht und ein paar hübsche Modelle gefunden.

Ich sage bewusst ein „paar hübsche“ mit diesem sarkastischen Unterton, weil der Anteil deutscher Labels in internationalen Shops gerade mal 0,01% beträgt. Sie sind quasi nicht existent. Ich habe zwar alteingesessene Marken gefunden, aber ich suche doch Fashion, etwas mit Verjüngungsboost, etwas Cooles. Ich sage es mal so, es ist schwer.


Blau - goldener Nadelstreifenmantel von William Fan - 800€

Oliv-grüner Mantel von MALAIKARAISS, auch als Weste erhältlich

Schwarzer Wollmantel mit Teddy-Stiching von Richert Beil, um 1.600€

Beiger Wollmantel von Strenesse, um 900€

Blauer Kurzmantel von Dorothee Schumacher, um 890€

Dunkles Lammfellcape von Nobi Talai, um 2.000€


Die Farbpalette der Deutschen ist klassisch, wen wundert’s. Angefangen von rosa-schimmernden grau, bis hin zu oliv über beige zu den absoluten Verkaufsschlagern in deutschen Großstädten: navy und schwarz. Manchmal würde ich mir wünschen, mehr Rot, Orange, Gelb oder Weiß auf der Straße zu sehen. Aber wir Deutschen sind halt Farbmuffel, die tollen Farben werden in Paris und Mailand getragen und wenn ein #homie mal einen extrovertierten Mantel designt, wird er zwar von der Presse gefeiert, aber als Garant in einen deutschen Concept-Store zu kommen, ist damit leider nicht gegeben. Schade.

Ich habe trotzdem nicht aufgegeben und habe einige Mäntel gefunden in verschiedenen Preiskategorien, die man sogar anklicken und online erstehen kann. Hier genau, hier unten. Auf der anderen Seite habe ich wirklich tolle Modelle gefunden, bei denen ich einfach nicht weiß, ob sie produziert worden sind und wo sie gerade käuflich zu erwerben sind. Auf den Seiten der Designer sind einige Produkte zwar gelistet, man muss sich aber trotzdem ganz schön viel Mühe geben, den Mantel seiner Träume dann auch wirklich zu bekommen.

Mein Fazit: Ich bin ein klassischer Typ, ich werde schon einen Mantel nach meiner Façon finden, aber ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass viele modeinteressierte Großstädter eher internationale Produkte kaufen als lokale Designer, die gefühlt jedes Jahr das gleiche haben. Was ja eigentlich nicht stimmt, aber es macht nach außen offensichtlich den Eindruck. 

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