Cartier: 100 Jahre Panthère

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Mutig, elegant und gefährlich schleicht der Panther lautlos durch die Nacht. In der ägyptischen Mythologie ist er sogar als heiliges Tier bekannt. Als Louis Cartier 1914 den französischen Maler Georges Barbier damit beauftragte, eine Dame mit Juwelen und Panthern zu malen, ahnte noch keiner, dass diese Kombination zu einem Symbol des Luxushauses Cartier avancieren würde. Das Debüt-Schmuckstück der weltberühmten Raubtier-Kollektion folgte noch im gleichen Jahr und dokumentierte zugleich die Liebesgeschichte zwischen König Edward VIII. und seiner Gemahlin Wallis Simpson. Das extravagante Panther-Armband mit seinen leuchtend grünen Smaragden wurde mit Hilfe der Avantgarde-Designerin Jeanne Toussaint entworfen und vom Hause Cartier realisiert. Jeanne Toussaint, die ihre Karriere anschließend selbst bei Cartier fortsetzte, evolvierte sogar zu einer Art Personifikation ihres Lieblingsmotivs und brachte sich mit ihrem Stil selbst den liebevollen Spitznamen “La Panthère” ein. Sie war es letztlich auch, die das Raubtier bei Cartier zähmte und ihn als eines der begehrtesten Schmuckmotive der Juwelierfirma etablierte. Erst vor ein paar Jahren versteigerte Sotheby's den Panther, der sich einst um das Handgelenk der Herzogin Simpson schmiegte, als teuerstes Armband der Welt. Als Herzstück der Liebesgeschichte seiner ehemaligen Besitzer entwickelte es sich auch zu einem Stück Geschichte der französischen Luxusfirma Cartier und ließ eine ganze Kollektion zu Ehren der zeitlosen Ikone folgen.

Heute, nach 100 Jahren ist die Magie des Panthers immer noch unwiderstehlich. Cartier krönt mit diesem Motiv eine Erfolgsgeschichte und hat aus diesem Grund eine erneute Panther-Linie auf den Markt gebracht. Die aufwendige Kollektion umfasst 56 neue Schmuckstücke: Ringe, Armbänder, Ketten und Ohrringe, die aus Weißgold, Rotgold, Gelbgold oder auch Platin verarbeitet sind. Auch die Edelsteine sind der ursprünglichen Kollektion treu geblieben: ausgefasst mit Smaragd, Onyx, Aquamarin oder auch Saphir; Wallis Simpson würde heute noch Gefallen an den anmutigen Katzen finden. Unterschiedlich in Stil und Design befindet sich der Panther bei jedem Modell in einem anderen Gemüt. Doch ob hochmütig, lasziv oder triumphierend, was alle Schmuckstücke miteinander verbindet, sind die magischen, smaragdgrünen Augen. Die Signatur des Cartier-Panthers, die einst Jeanne Toussaint so faszinierte, wird mit dieser extravaganten Linie neu inszeniert. Die Kollektion umfasst große Schmuckstücke wie den Panther-Ring in Weißgold mit Onyx, Diamant und Smaragd für 191.000 Euro, aber auch erschwinglichere Modelle wie das Raubtier-Collier für 2.500 Euro in Rotgold.

Als Markenzeichen der Maison Cartier feiert der Panther seine am 1. September lancierte Kollektion und darf sich kurz vor Weihnachten hoffentlich bei vielen Angebeteten als Symbol der Liebe schmücken.

Wie David Benett von Sotheby so treffend die Geschichte zwischen Edward und Wallis beschrieb, “gab es wahrscheinlich keinen anderen Mann, der so viel für die Liebe zu einer Frau aufgab wie Edward. Die Qualität der Juwelen und die Art und Weise wie sie ihre Geschichte erzählen, sind unwiderstehlich.”

Bleibt zu hoffen, dass uns allen eines Tages das Glück einer solchen Liebe zuteil wird!

//Aileen Marika Hokari

Bilder: Cartier

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