Auf der Fuchsjagd...

...Thema diesmal: Kommunikation. Ich weiß, dass Kommunikation nicht einfach ist, gerade die zwischen Männern und Frauen hat es da besonders in sich. Frauen denken, Männer machen, das war mal so eine Schublade. Heute machen Frauen und Männer denken. Im Umkehrschluss kann man sagen; trifft eine machende Frau auf einen machenden Mann, gehen die Dinge recht rasant von der Hand. Die Beziehung, die sie dann haben, will ich nicht weiter bewerten. Sie haben eine, wenn auch nur rein körperlicher Natur.

Im Normalfall trifft denkende Frau auf machenden Mann; Mann macht, Frau träumt. Das Ganze zieht sich zwei Wochen hin und dann sind sie ein Paar mit ganz normalen Kommunikationsproblemen. Haben sie diese überwunden, ist die Heirat gar nicht mehr so fern-mal ganz plump betrachtet.

Ein anderer Fall ist die denkende Frau und der denkende Mann. Oh ha! Sie lernen sich kennen, reden, reden, zerreden. Keiner von beiden macht einen Schritt, in keine Richtung, das hieße Kontrollverlust auf allen Ebenen. Man muss aufpassen was und wie man etwas sagt. Es wird analysiert und falsch gedeutet, also versucht die denkende Frau so zu denken wie der Mann und der denkende Mann nimmt feminine Denkansätze an. Wo wir stehen? An verdreht gesetzten Pfeilern in zwei Dickköpfen, die es vielleicht, wenn sie einen ganz guten Tag haben, sich dazu überwinden sich anlächeln zu können. Diese Form der Kommunikation ist extrem anstrengend, langwierig und auf irgendeiner Seite mit vielen Tränen verbunden.

Kurz bei dieser Form der geschlechterspezifischen Kommunikation stehen sich beide selbst im Weg. Es kann sich jedoch zutragen, dass eine der beiden Seiten nach unzähligen Gehirnkrämpfen einen Schritt wagt:

Wir wären jetzt bei der machenden Frau und dem denkenden Mann. Sie nutzt die moderne Kommunikation, verschafft sich einen Überblick und versucht auf ihn zuzugehen. Er denkt lange und antwortet kurz. Er braucht mehr Bedenkzeit, deshalb lässt er die Abstände zwischen den Nachrichten länger werden. Er macht sich rar. Sie versucht es erneut, gleiches Schema. Eine normal-denkende Frau würde hier bereits aussteigen und das Ganze wegen zähflüssiger Kommunikation ad acta legen. Wir haben es aber mit einer denkenden Frau zu tun, die nur so tut als wäre sie ein Macher.

Weiter im Text: Die zähe Kommunikation des denkenden Mannes muss leider eine Pause einlegen, zu viel Energie ist bereits investiert worden und die denkende Frau sucht sich leicht Verdauliches. Das mit der Beziehung kann man ja auch erst mal vertagen. Die denkende Frau hat sich wieder erholt und genießt ihre eingefahrenen Lorbeeren(oder irgendwas anderes eben, ihr geht’s einfach gut). Das scheint der denkende Mann zu spüren, er kommt mit einem plötzlichen Initiativschlag. Sie ist überrascht, denkt nicht weiter nach und die Fronten prallen aufeinander.

Sie reden und denken und essen und denken und trinken und denken. Einzig der Augenkontakt scheint einfach. Die denkend-machende Frau entscheidet sich aufgrund stockender Gesprächsverläufe der Sache weiter auf den Grund zu gehen. Da gibt es drei Optionen, die in ihrem Mittelhirn kreisen: er trifft sich mit ihr nur aus Nettigkeit, er findet sie gut, ist aber schüchtern oder ganz und gar er findet sie Scheiße. Eigentlich müsste er doch schon längst bemerkt haben, wie ihr Hase läuft. Sie vermutet aber, dass seinem Hasen auf halber Strecke die Batterien ausgegangen sind. Mmh Sackgasse.

Sie macht ohne zu denken, weder an die Konsequenzen noch an ihn. Sie teilt dem denkenden Mann ihre Gefühle mit. Damit geht es ihr besser, ihm nicht. Er fängt wieder an zu denken, sie fängt an zu warten. Er beschließt zu warten, sie beschließt zu gehen und so werden wir wohl niemals erfahren, ob eine denkende Frau und ein denkender Mann jemals zueinander finden werden. Ein Selbstversuch.

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