All in art

“The Aesthetics of Sound”- die neuen Kollektionen von Each x Other

Das Ethos des kollaborativen Fashionlabels Each x Other aus Paris lautet “Arts meet Fashion”. Als die Art Direktorin Jenny Mannerheim und der Designer Ilan Delouis sich begegneten, ließen sie sich von einem Gedicht von Robert Montgomery inspirieren: “Safe and warm here / In the fire of each other.” Each x Other war geboren. Der sehr androgyne und maskuline Charakter der Womens- und Menswear kollaboriert in jeder Kollektion mit neuen Künstlern und Designern, die Each x Other mit ihrer persönlichen Signatur prägen. Kunst soll zwar noch exklusiv bleiben, aber dennoch greifbar werden und direkt mit Mode in Verbindung gebracht werden.

ART: Cristina Guggeri - The Daily Duty

Die auf den Thronen dieser Welt Sitzenden tun ihre Pflicht - auf dem Klo zumindest genauso wie alle anderen auch. Die italienische Künstlerin Cristina Guggeri gibt in ihrem Digital-Art-Projekt The Daily Duty (Il Dovere Quotidiano) einen genauen Einblick darüber, wie sie sich Spitzenpolitiker auf ihren Toiletten vorstellt.

Copy Fashion, Paste Art

Die Grenze zwischen Kunst und Mode verschwimmt bei Chris Rellas. Unschlüssig, ob man ihn als Künstler bezeichnen sollte, vermeide ich ganz einfach irgendeine Bezeichnung und lasse seine Arbeit für sich sprechen. Denn die ist laut und unübersehbar. Wer sich fragt, wie man Mode und Kunst zusammenbringt, hat hier eine einfache Antwort gefunden. Sie lautet: Mit Copy und Paste! Maler und Fotografen haben die Mode schon längst als Gegenstand ihrer Kunst entdeckt. Insofern ist die Idee, diese beiden zu vereinen, nicht neu. Doch Chris Rellas Instagram-Collagen, in denen er großartige Kunstwerke nimmt und sie mit berühmten Mode-Accessoires ausstattet, unterscheiden sich von den spätmittelalterlichen Gemälden, in denen die Garderobe des Hochadels bis ins kleinste Detail abgebildet wurde oder von den Modefotografien von z. B. Jürgen Teller.

On focus: René Magritte

Meine letzte Woche hätte auch den Titel „Auf den Spuren von Magritte“ tragen können, denn nicht ganz ohne Grund verschlug es mich nach Brüssel. Der Belgische Surrealist René Magritte ist nämlich nicht nur in der Kunst eine Nummer, sondern auch die Mode reißt sich gerade um seine Motive.

TIPP: Völlig Losgelöst - In Orbit

Raumkunst auf hohem Niveau bietet der argentinische Architekt und Künstler Tomás Saraceno seit Jahren, aber in Düsseldorf treibt er es jetzt auf die Spitze: Über der Piazza des K21 im Ständehaus schuf er in 25 Meter Höhe eine begehbare Stahlgeflecht-Konstruktion auf drei Ebenen. Auf 2500 Quadratmetern können sich mutige Besucher wie Spinnen im Netze fühlen, die Saraceno in der Tat zu diesem Projekt inspirierten und von deren Knüpfkunst er lernte.

Hélène Binet – Recent Work in Köln

Seit über 20 Jahren fotografiert Hélène Binet die Werke bekannter internationaler Architekten wie David Chipperfield, Coop Himmelb(l)au, Daniel Liebeskind und Peter Zumthor. Genauso gerne fotografiert sie historische Bauten von Le Corbusier, Andrea Palladio oder – zum ersten Mal in der Gabrielle Ammann Gallery zu sehen – Nicholas Hawksmoor. Die sieben verbliebenen Londoner Sakralbauten des englischen Architekten hat Hélène Binet im Auftrag der 13. Architekturbiennale in Venedig fotografiert. Sie gehören zu einem Projekt Louis Vuittons, das unter dem Titel „Nicholas Hawksmoor: Methodical Imaginings“ von Mohsen Mostafavi, dem Dekan der Harvard University Graduate School of Design, kuriert wurde. Hélène hebt genauso gut die architektonischen Besonderheiten der Kirchen hervor, wie sie das Spiel mit Licht und Schatten derselben beherrscht.

En semaine #4

Die Woche verging wie im Flug – was war eigentlich vor zwei Tagen? Diese Frage stellte ich mir des Öfteren in der vergangenen Woche. Der zweite Teil der Modewoche war natürlich bestens vollgepackt und da kann es schon mal passieren, dass man vor Reizüberflutung das eine oder andere Detail schon wieder in eine Schublade im Kopf verfrachtet hat. Frei nach dem Motto, wenn man es nicht fotografiert, ist es auch nicht passiert. Und so gibt es am Wochenende wieder einen kleinen Erinnerungs-Flashback:

Mode liebt Ballett

Ballett liebt Mode. Bereits 1924 zeigte sich, dass diese beiden Welten eine perfekte Verbindung ergeben. Als Serge Diaghilev damals das Stück „Le train bleu“ entwickelte, gab es keine passendere Kostümdesignerin als Coco Chanel. Sie entwickelte Bühnenoutfits mit French Riviera Stil: gehäkelte Badeanzüge und moderne Sportbekleidung. Damals Revolutionär.

Faszination der Vergänglichkeit

Dieser Artikel ist an all diejenigen gerichtet, die gerade ihren Urlaub am Strand verbringen, von der Sonne nicht genug kriegen, Strandliegen mit Handtüchern reservieren und sich auf diesen verwurzeln. Untätig am Strand liegen ist nichts für den Kalifornischen Künstler Jim Denevan. Für Ihn sind alle Strände dieser Welt eine große Leinwand auf der er in stundenlangen, tranceartigen Sessions geometrische Figuren malen kann. Sein Werkzeug: Ein einfacher Holzstock.

London: RED NEVER FOLLOWS by Hugo

Zu seinem 20. Jubiläum initiiert das erfolgreiche Label Hugo in der Saatchi Gallery in London eine Pop-up Ausstellung. Unter dem Titel „Red Never Follows“ hat Hugo Boss 20 Künstler aus der ganzen Welt gebeten die Fortschrittlichkeit, den Esprit und die unabhängige Denkweise des Labels in je einem innovativen Kunstwerk verkörpert, zu schaffen.

Aus Alt wird Anders. Und was siehst du?

Versucht man sich die Stimmung hinter dem eisernen Vorhang der Ukraine in den siebziger Jahren vorzustellen, fallen einem sicher nicht als Erstes Kunst und Revolution ein. Und doch hat es der ukrainische Architekt Sergei Sviatchenko in dieser Zeit geschafft, zum Vorreiter der modernen Collage zu werden. Seine Inspirationsquellen bezog er aus den Strömungen, die durch den Vorhang hindurchblitzten und so verhalfen ihm unter anderem die Pop-art und musikalischen Durchbrüche wie die Rockmusik zu Werken, die ihn letztendlich zu einem der einflussreichsten Künstler der ehem. UdSSR machten. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Dänemark. Die persönlichen Erfahrungen aus der Zeit, die verbildlicht in dem Fotoarchiv des Künstlers lagern, sowie sein Drang aus gegebenen Motiven Neues, Unerwartetes, Abstraktes zu erschaffen, bilden die Grundlage der Collagen von 2004-2012 und die Inspiration für seine Malereien von 2006- 2012. Die Collagen, sowie die Malereien des Künstlers befinden sich in den zwei Bänden der brandneuen Sammlung Everything Goes Right & Left If You Want des Gestalten Verlages.

Pool Position im KaDeWe

Wie holt man sich am besten den Frühling ins Haus? Ganz einfach man nehme die legendären Swimming Pool Bilder des bekannten Britischen Künstlers David Hockney als Inspiration, mixt sich ein paar Drinks in abstrusen Farben und probiert schon mal die erste Sommergarderobe. Das ist maßgeblich die beste Medizin bei Sonnenmangel. Und das geht sogar, nämlich im KaDeWe.

Art Interview: Jörg Kreutziger

Letzte Woche traf ich den Künstler Jörg Kreutziger auf ein Glass Wein in der Marietta Bar im Prenzl’ Berg. Ich hatte mir seine Website angeschaut und war sofort an der Person hinter den tollen Illustrationen interessiert gewesen. Nachdem fast jeder den man hier trifft (inklusive mir) ein Zugezogener ist, war es fast eine Überraschung festzustellen, dass Jörg (oder Jokke für seine Freunde) ein rischtijer Berliner ist. Dies blieb aber nicht der einzige Überraschungsfaktor den der Künstler bereithielt: In unseren Interview spricht er über seine Heimatstadt Berlin, warum er Künstler wurde und warum Mut so eine große Rolle spielt, wenn man gute Kunst machen will.

Ausstellungstipp: FREEDOM in Berlin

Sie Welt durch die Augen eines anderen. Wie gerne verlieren wir uns doch in die Fotografien und Motiven von Menschen, die die ganze Welt gesehen haben. Ich weiß das klingt pathetisch, aber wir träumen doch alle gerne. Am Freitag könnt ihr wenigstens mental eine kleine Reise machen.

„Gute Aussichten“ Junge Deutsche Fotografie 2012/2013 im Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg

Bereits zum neunten Mal zeigt das Haus der Photographie das jährlich stattfindende Projekt „gute aussichten“. Die Ausstellung ist das Resultat der besten Nachwuchsfotografen Deutschlands, die aus einem Wettbewerb für Abschlussarbeiten aus allen deutschen Hochschulen hervorgehen. Laut Spiegel ist dies „der renommierteste Wettbewerb, der jährlich für neue Talente ins Leben gerufen wurde“.