So, frisch durchgefroren vom Transmediale Opening zurück am warmen Schreibtisch hat mich der Eindruck der Veranstaltung noch immer nicht losgelassen. Wider Erwarten wurden wir gut bis sehr gut unterhalten.
Nach unerwartet kurzen, interressanten und inspirierenden Beiträgen der Redner bei der Opening-Gala ging es in den von allen Rednern eingebundenen und vom gesamten Auditorium befürchteten Schneesturm hinaus, um Charlemagne Palestines Carillion-Konzert zu lauschen und gleichzeitig den “Switch ON” von Yvette Matterns Installation “From One To Many” zu erleben.
Genau das ist es, was in Berlin an den nächsten Abenden bestimmt den einen oder anderen Passanten zwischen Tiergarten und Alexanderplatz erstaunt in den Himmel blicken lassen wird. Yvette Mattern hat es geschafft nach der Installation in New York vor knapp einem Jahr nun in Berlin Geldgeber (Allianz) und Techniker (Laserfabrik) zu finden und für die Umsetzung des Projektes zu begeistern. Die Transmediale hat den großartigen Symbolcharakter des Werkes, der auch wunderbar zu den diesjärigen Thematiken passt erkannt und sogar geografisch einbinden können. So erstreckt sich der regenbogenfarbige Lichtstrahl über die Distanz vom Haus der Kulturen der Welt bis zum Alexanderplatz, also vom Hauptort HKW zu den Satelliten und CTM-Orten HBC, SPA, WMF, etc… zumindest sofern nicht zu viel Schnee das ganze Licht verschluckt..
Nach dem Frozen-Carillion-Laser-Happening fanden sich die Gäste wieder im HKW ein um durch die Ausstellung zu streifen und unten bei den Bars die musikalisch-visuelle Performance von Byetone und dem “Computer Hacktivist” aaajiao aus Shanghai zu erleben. Leider war hier der Sound nicht optimal und die Leinwand etwas klein, aber was die beiden da aus ihren Kistchen zauberten war gut anzusehen und hatte auch den Geräusch-Musik-Experiment Faktor in einer angenehm leicht zu erfassenden Region die schon beinahe direkte Grenzen mit Pop-Appeal teilt.
Der Transmediale / Club Transmediale Komplex hat es also zum zweiten mal geschafft zu überraschen. Diesmal ausgesprochen positiv. Das lässt wieder Motivation entstehen sich durch die unübersichtliche Webseite zu arbeiten um das Programm zu erkunden. Wir sehen uns dann da.











Yvette Mattern: “From One To Many” Installation zur Transmediale
Hier gibt’s noch Bilder aus der Nacht…
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