Das bisherige Highlight meiner Modewoche in Berlin: die Couture Kollektion von Iris van Herpen. Die eine Stunde Verspätung sei ihr verziehen, wenn man mit derart guter Kunst belohnt wird, und wir sprechen hier von Kunst. Mit nur 28 Jahren steht Iris van Herpen im Programm der Couture Schauen in Paris und schon einen Tag später präsentiere sie ihre Entwürfe auf dem Berliner Laufsteg.
Die futuristischen Entwürfe der Holländerin erinnern an organische Formen, die einen derart kunstvollen Aufbau am menschlichen Körper nachstellen, dass einem der Atem stockt. Es schießen einem Assoziationen in den Kopf, wie übergroße Tentakel, die bei jedem Schritt gegenläufige Bewegungen machen und durch Metallseide wasserähnliche Reflexe erlauben oder das menschliche Skelett, nachgebaut an einer dunkelhäutigen Schönheit, lassen die Kontraste von Haut und Kleidung, innerer und äußerer Hülle noch kontroverser erscheinen. Jedes Outfit für sich zeigte diese Art des Vergleichs, dabei kamen die Inspirationen mitunter aus der Architektur, Natur und der menschlichen Körperlichkeit.





















MBFWB: A.F. Vandevorst
A.F. Vandevorst schließt in diesem Jahr die Mercedes Benz Fashion Week und zeigt damit, dass sich die Ausrichtung der Berliner Modewoche zwar nur langsam, aber schrittweise immer weiter internationalisiert. Immer wieder wurde kritisiert, dass die Berliner Fashion Week nicht mit anderen Metropolen mithalten kann, mit Labels wie A.F. Vandevorst, Iris van Herpen und Wood Wood zeigten die Berliner Organisatoren, dass sie langsam mit internationalen Zugpferden ihr Image immer weiter verbessern können.
Die Belgier zeigten eine stilsichere und modische Kollektion, die meines Erachtens ganz weit vorn dabei ist. Streifen in Petrol und Rost, Mehr lesen »